Formen des Schwindels, seine Symptome und Ursachen

Formen des Schwindels

Medizinier unterscheiden verschiedene Formen des Schwindels:

  • Drehschwindel entspricht den Empfindungen aus dem Kinderspiel. Die Welt scheint sich um einen zu drehen.
  • Schwankschwindel ist vor allem durch das Gefühl eines unsicheren Standes oder Ganges geprägt, ähnlich wie auf einem stark schwankenden Schiff.
  • Liftschwindel empfinden Betroffene so, als würden Sie in einem Aufzug nach oben oder unten gezogen.
  • Höhenschwindel stellt sich zuweilen beim Blick aus größer Höhe ein und wird wie kurzzeitiger Dreh- oder Schwankschwindel erlebt.
  • Benommenheitsschwindel ist ein Schwindelgefühl mit einem Ohnmachtsgefühl. Betroffene taumeln oft dabei und sind benommen.
  • Lageschwindel heißt so, weil die Schwindelgefühle sich nach einem Lagewechsel einstellen. Beispiele dafür sind das Aufstehen am Morgen oder das Aufschnellen aus einer tiefen Körperposition (wie aus der Hocke oder vom Sitzen in den Stand).

Symptome

Die Symptome von Schwindel kennen die meisten Menschen seit der Kindheit. Kinder lieben es, sich so lange im Kreis zu drehen, bis ihnen schwindlig wird. Mit großer Freude torkeln sie dann umher und lassen sich bereitwillig fallen. Diese Form des Schwindels, die Erwachsene beispielsweise auf dem Rummel mitunter bewusst herbeiführen, geht meist schnell vorüber und hinterlässt keine Spuren.

Bei krankheitsbedingtem Schwindel sind diese Gleichgewichtsstörungen und Orientierungsprobleme häufig stärker ausgeprägt. Außerdem wird der Schwindel mitunter von Übelkeit, Erbrechen, Schweißausbrüchen oder Schwarzsehen begleitet.

Bei Erkrankungen des Innenohres geht Schwindel meist mit Ohrenschmerzen, Hörstörungen oder Ohrgeräuschen (Tinnitus) einher.

Ursachen

Zur Orientierung im Raum und zur Aufrechterhaltung des Gleichgewichts leiten im Körper verschiedene Systeme ihre Informationen an das Gehirn weiter. Das sind unter anderem das Auge, das Gleichgewichtsorgan im Innenohr und Sinneszellen, die die Körperhaltung registrieren. Werden eines oder mehrere dieser Informationssysteme gestört, empfinden wir Unsicherheit oder Schwindel, weil das Gehirn die Körperlage nicht sicher feststellen kann.

Diese Störungen des Gleichgewichtssystems können sehr unterschiedliche Ursachen haben:

  • niedriger Blutdruck
  • hoher Blutdruck
  • Herzrhythmusstörungen (zum Beispiel Vorhofflimmern)
  • Durchblutungsstörungen im Gehirn (zerebrale Arteriosklerose)
  • Migräne oder Kopfschmerzen
  • Blutarmut
  • Seekrankheit, Reisekrankheit
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Erkrankungen des Innenohres wie Meniere-Krankheit
  • Erkrankungen des Gehirns (z.B. Entzündungen, Tumore, Parkinson oder Multiple Sklerose)
  • Schäden der Halswirbelsäule
  • Unterzuckerung bei Diabetes
  • Nebenwirkung von Medikamenten wie Entwässerungsmitteln (zum Beispiel Furosemid), Blutdrucksenkern (unter anderem Bisoprolol und Ramipril), Mitteln gegen Parkinson (zum Beispiel Levodopa), Beruhigungsmitteln (unter anderem Diazepam und Tetrazepam) sowie Antibiotika aus der Gruppe der Aminoglykoside wie Gentamycin und Tobramycin
  • Alkoholmissbrauch und andere Drogen.

 

Mehr Information: https://www.dr-gumpert.de/html/schwindel_beim_aufstehen.html

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